GFW - Greven

Saleh Es Sinawi betreibt demnächst das neue „Täglich“-Café im Niederort

Da, wo früher ein Kino und später eine Tanzschule war, entsteht jetzt eine Systemgastronomie mit dem Namen „Täglich“. Betreiber wird dann Saleh Es Sinawi sein, der auch schon das Café Spontan an der Saerbecker Straße betreibt. Foto: Peter Beckmann

GREVEN.Viele Grevener haben dort viele schöne Stunden verbracht. Ganz früher konnten sie dort im Reli-Theater die neusten Filme sehen. Danach lernten Generationen in der City-Tanzschule das Tanzen. Und demnächst? Da kann man sich in den komplett umgestalteten Räumen von morgens bis abends kulinarisch verwöhnen lassen und dabei das ein oder andere Getränk genießen.

Saleh Es Sinawi, der in Greven schon das Café Spontan an der Saerbecker Straße betreibt, wird dort ein Café mit Kneipe – gerne Systemgastronomie genannt – eröffnen.

„Wenn alles gut klappt, wird im April eröffnet“, sagte Es Sinawi auf Anfrage unserer Zeitung. Doch bis dahin sei noch viel zu tun. So wird das Gebäude komplett umgebaut. Die Fassade wird verändert, innen werden die Räume des ehemaligen Versicherungsbüros und der Tanzschule zusammen gelegt, alles bekommt einen neuen Fußboden, Wände werden entfernt und umgestaltet. Es Sinawi, der Eigentümer und die Bitburger-Brauerei werden viel Geld investieren.

Insgesamt sei das neue Café größer als das Café Spontan, das Es Sinawi übrigens weiter betreiben wird. Und einen Namen gibt es auch schon. Das neue Projekt wird „Täglich“ heißen. Das „Täglich“ ist ein ganztagesfähiges Gastronomiekonzept, entwickelt durch die Konzeptfabrik der Bitburger Braugruppe. Die schreibt: „Neben einem zeitgerechten Design erfreuen sich die Gäste aller Altersgruppen an einem vielfältigen Getränke- und Speiseangebot in nicht alltäglicher und kommunikativer Atmosphäre. Sämtliche Konzeptinhalte werden in Zusammenarbeit mit engagierten Betreibern stets weiter entwickelt.“

Von den Gastronomie-Betrieben, die nach dem „Täglich“-Konzept aufgebaut sind, gibt es inzwischen acht, alle sind ähnlich aufgebaut. Ähnlichkeiten zum Konzept des Café Extrablatt aus Emsdetten sind nicht zu übersehen. Geöffnet sind die Betriebe von morgens bis nachts. Dabei wird sowohl Frühstück, als auch Mittag- und Abendessen und natürlich Kaffee und Kuchen angeboten.

Und: Natürlich ist auch eine Außengastronomie geplant. „Da ist ein großzügiger Bereich angedacht mit rund 15 Tischen“, erklärt Es Sinawi. Erfolgreiche Gespräche dazu habe es mit der Stadtverwaltung bereits gegeben.

Da kommt also ganz viel Arbeit auf Es Sinawi zu. Und das ist auch ein Grund dafür, dass es in diesem Jahr auch kein Oktoberfest im Gewerbegebiet Nien Esch gibt, bei dem Es Sinawi immer ein Mitorganisator war. Doch ganz vom Tisch ist das Ereignis nicht. „Im kommenden Jahr werden wir wieder ein Oktoberfest veranstalten“, erklärte er. Dann aber an anderer Stelle. „Das wird dann im Gewerbegebiet an der Mergenthaler Straße stattfinden.“

Und die Tanzschule? Für die ist wohl endgültig Schluss – aus Altersgründen. „Wir haben versucht einen Nachfolger zu finden, sind aber gescheitert“, sagte Heidemarie Klos, die die City-Tanzschule über 28 Jahre zusammen mit ihrem Mann betrieben hat. Grund für die erfolglose Suche: „Das liegt wohl ganz klar an den Uhrzeiten, zu denen man in einer Tanzschule arbeiten muss. Das will niemand mehr machen.“

Quelle: Westfälische Nachrichten, Aritkel von Peter Beckmann vom 20. September 2018