GFW - Greven

Neues aus der Wirtschaftsförderung: Studierende der Hochschule Osnabrück entwickeln Lösungsvorschläge für mehr Unternehmens-Diversität in Greven

Greven. 12 Studentinnen der Hochschule Osnabrück aus dem Studiengang Kommunikationsmanagement besuchten am Montag die Stadt Greven und die Firma egeplast. 

Im Rahmen einer Fallanalyse sollen sie mit beteiligungsorientierten Prozessen wie dem Design Thinking Ideen und Lösungsansätze für die Anwerbung von Unternehmen mit einem guten Branchenmix in Greven entwickeln.

Betreut werden die Studierenden von Thomas Hesselmann-Höfling (Geschäftsführer der elemente designagentur, Münster).

Der Tag begann mit einem Input von Frau Professorin Dr. Wesselmann von der Hochschule Osnab-rück, Bereich Öffentliches Management. Sie erklärte, warum es für Städte zunehmend wichtig wird, sich verstärkt um die Verbesserung „weicher“ Standortfaktoren zu bemühen. Das größte Problem für Unternehmen bestehe zunehmend darin, geeignete Fachkräfte zu finden, insbesondere außer-halb attraktiver Ballungszentren und Großstädte. Insofern gehe es beim Thema Wirtschaftsförde-rung nicht nur um tradierte Aufgaben wie die Ansiedlung neuer oder Betreuung ansässiger Unter-nehmen, sondern auch um die Stärkung von Faktoren, die die Attraktivität einer Stadt als Wohn- und Lebensort erhöhen.

Im Plenumsgespräch mit Andrea Lüke (Geschäftsführerin der Stadtwerke Greven GmbH), Stefan Deimann (Geschäftsführer der Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Wirtschaft in der Stadt Greven mbH) und Klaus Hoffstadt (Leiter Zentraler Steuerungsdienst bei der Stadt Greven) wurde diese These diskutiert und zu großen Teilen bestätigt. Die Studentinnen lernten darüber hinaus Stärken und Schwächen des Standortes Greven kennen.

Der anschließende Besuch bei der Firma egeplast diente dazu, die Sichtweise von Unterneh-mer*innen kennenzulernen. Geschäftsführer Dr. Ansgar Strumann und Wilhelm Lienenklaus (Leiter Einkauf) stellten das Unternehmen, die Produkte und die aktuellen Herausforderungen dar und beantworteten Fragen wie: Was erwartet ein Unternehmer von der Wirtschaftsförderung? Wie ist die Kommunikation zu Verwaltung und Politik? Was sind die Vorteile von Greven? Was macht ei-nen attraktiven Standort aus? Auch bei den Unternehmens-Experten kristallisierten sich die am Vormittag diskutierten Aspekte als wichtige Fragestellungen heraus. Die größte Baustelle bei ege-plast sei ebenfalls, dass es immer schwieriger werde, geeignete Fachkräfte zu finden. Das Gespräch stützte eine These des US-Ökonomen und Hochschullehrers Richard Florida aus dem Vortrag von Frau Prof. Dr. Wesselmann: „Jobs follow people“.

Für die Studentinnen gab es an diesem Tag jede Menge Input. Nach einem kurzen Abstecher in die Grevener Innenstadt wurden die Tagesergebnisse in Diskussionen und Interviews reflektiert und gesichert. In den nächsten Wochen wird dieser Input die Basis für die Arbeit mit Design Thinking sein.

Quelle: Stadt Greven