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Neues aus der Wirtschaftsförderung: Grevener Innenstadt online gut sichtbar

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City Monitor Greven

City Monitor Greven

IHK und Wirtschaftsförderung stellen City-Monitor vor

Greven. – 67 Prozent der Gewerbetreibenden in der Grevener Innenstadt haben eine eigene Website für Werbung, Verkauf und Service. Das hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen ermittelt. „Damit rangiert Greven über dem Bundesdurchschnitt, der bei 59 Prozent liegt“, erklärte IHK-Referent Christian Korte. Gemeinsam mit Stefan Deimann von der Wirtschaftsförderung Greven stellte er heute (29. August) die Ergebnisse des City-Monitors vor. Detailliert präsentieren sie den Bericht den Grevener Gewerbetreibenden am 7. Oktober auf einer „IHK vor Ort“-Veranstaltung.

Nach Ibbenbüren, Lüdinghausen und Senden ist Greven die vierte Kommune, in der die IHK Informationen über die Online-Aktivitäten der Unternehmen im Innenstadtbereich erhoben und analysiert hat. Der City-Monitor macht deutlich, wie sichtbar die gewerbliche Wirtschaft im Internet bereits ist. „Nur die Unternehmen, die die Möglichkeiten im Onlinebereich auch nutzen, bleiben auf Dauer wettbewerbsfähig und können ihren Beitrag für vitale und attraktive Innenstädte leisten“, ist Korte überzeugt und ergänzt: „Offline zu sein, ist heute keine Option mehr.“ Die lokalen Unternehmen hätten es selbst in der Hand, ob sie das Feld den internationalen Technologiegiganten wie Amazon, Google oder Facebook überlassen oder stattdessen die von ihnen angebotenen Instrumente zu ihrem Vorteil nutzen, so Korte. In Greven hat die IHK Informationen von rund 140 Unternehmen der Innenstadt erhoben und ausgewertet.

„Der Besuch in der Innenstadt beginnt oft im Internet, zum Beispiel mit der Suche nach Öffnungszeiten oder mit einer Tischreservierung“, beschreibt Stefan Deimann von der Wirtschaftsförderung Greven das heutige Kundenverhalten. Wer online nicht gefunden werde, habe es schwer, Kunden zu gewinnen. Gut sei deshalb, dass 96 Prozent der Grevener Gewerbetreibenden bereits über einen Eintrag bei Google MyBusiness mit Kontaktdaten, Web-Adresse oder Öffnungszeiten verfügten.

In den sozialen Medien agieren die Gevener Gewerbetreibenden allerdings noch zurückhaltender. Während im Bundesdurchschnitt 68 Prozent der Unternehmen Facebook für Kundenkommunikation oder Marketing einsetzen, sind dies in Greven nur knapp 34 Prozent. Damit liegt Greven auch hinter der Stadt Ibbenbüren, für die die IHK eine Facebook-Quote bei den Gewerbetreibenden von deutlich über 40 Prozent ermittelt hat. „Die Grevener können hier ihre Präsenz noch ausbauen“, sagt Korte. Das gelte im Übrigen auch für Instagram. In dem Netzwerk, dass vor allem für junge Menschen als Kommunikationsinstrument immer wichtiger werde, pflegen gerade einmal 14 Prozent ihren Account.

Über einen eigenen Webshop bieten nach Ergebnissen des City-Monitors derzeit 20 Prozent der Grevener Gewerbetreibenden ihre Produkte und Dienstleistungen an, bundesweit beträgt die Quote 33 Prozent. „Ein Onlineshop oder eine App können den stationären Handel sinnvoll ergänzen, das sollten mehr Gewerbetreibende für sich prüfen“, sagt Handelsexperte Korte. Eine App betreiben in Greven gerade einmal fünf Prozent, bundesweit elf Prozent.

Unterschiedlich ausgeprägt ist die digitale Sichtbarkeit der einzelnen Branchen in Greven. Besonders auffällig: Die Hotellerie- und Gastronomiebranche ist im Vergleich zu Handel, Dienstleistungsgewerbe und Handwerk online deutlich weniger präsent: Nur 44 Prozent der Betriebe verfügen über eine eigene Homepage, 19 Prozent pflegen einen Facebook-Account und sechs Prozent sind auf Instagram aktiv. „Das überrascht schon ein wenig, denn gerade für das Gastgewerbe spielt das Internet mit seinen Bewertungsportalen und seiner Empfehlungskultur eine sehr große Rolle“, so Korte.

Jeder Betrieb müsse sich heute intensiv mit Onlinestrategien befassen, wolle es auf Dauer am Markt bleiben, resümiert Korte. „Das heißt nicht, dass jedes Unternehmen alle Möglichkeiten ausschöpfen muss. Es braucht aber einen klaren Plan, wie es sich und seine Produkte online verkaufen will“, so Korte.

Die ausführlichen Ergebnisse stehen Ihnen auf der Startseite der GFW als PDF zur Verfügung.

Ansprechpartner:
IHK, Christian Korte, Telefon 0251 707-212, E-Mail korte@ihk-nw.de Wirtschaftsförderung Greven, Stefan Deimann, Telefon 02571 920 921, E-Mail stefan.deimann@gfw-greven.de

Quelle: IHK Nord Westfalen