GFW - Greven

Neues aus der Wirtschaftsförderung: 30 Mio. Euro für Digitalisierungsinvestitionen von KMU

Greven. NRW komplettiert sein Unterstützungsangebot für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen. Bislang schon hat das Programm "Mittelstand Innovativ und Digital (MID)" Beratung, Entwicklung und Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben bei KMU bezuschusst. Nunmehr werden auch INVESTITIONEN in Hard- und Software unterstützt. Mit der Förderung durch MID-INVEST können Betriebe ihre Buchhaltung digitalisieren und optimieren oder ein digitales Warenwirtschaftssystem einführen. Auch IT-Sicherheitsmaßnahmen wie eine Firewall oder eine zuverlässige Virenschutz-Software können gefördert werden. Einfache Maßnahmen wie eine Website, ein Webshop oder gewöhnliche Bürosoftware werden nicht gefördert. Im Vordergrund steht "Digitalisierung 2.0".

Wirtschaftsförderer Stefan Deimann ist der Auffassung, dass das Förderprogramm MID-INVEST eine optimale Ergänzung zum Bundesprogramm "Digital Jetzt" ist.

Insbesondere kleinere Betriebe haben von diesem Programm einen Nutzen, da die Förderung bis zu einem Volumen von 25 Tsd. Euro ausgenutzt werden kann, während beim Bund die Spanne zwischen 17 und 50 Tsd. Euro liegt. Auch die Förderquoten sind ähnlich, allerdings bewusst einfacher gehalten. Wie beim Bund wird auch im Land gelost, wer in den Genuss der Förderung kommt. Ab sofort kann sich ein Unternehmen in fünf Minuten registrieren und am 1. August wird dann per Los entschieden, wer einen Förderantrag stellen kann. Da deutlich mehr Anträge zu erwarten sind als Gelder und Bearbeitungskapazitäten vorhanden sind, ist dies der gangbarste Weg für eine gerechte Vergabe. Mit MID-INVEST möchte man gut 1.000 Vorhaben bis zum Sommer nächsten Jahres finanzieren, denn solange reichen die jetzt zugesagten Haushaltsmittel.

Mit MID-INVEST wächst das letztes Jahr gestartete MID zu einer echten Programmfamilie heran - vergleichbar ZIM oder EXIST im Bund, aber insbesondere bewusst komplementär zur Bundesförderung ausgestaltet. Stefan Deimann, Geschäftsführer der GFW sieht hier den richtigen Weg, bei der die Digitalisierung in NRW ansetzen muss: bei der öffentlichen Verwaltung, der öffentlichen Infrastruktur, aber eben auch gerade bei den kleinen und mittleren Unternehmen. Dass eine Förderung notwendig ist, zeigt eine jüngste BITKOM-Umfrage gerade in diesen Zeiten: Rund die Hälfte aller Unternehmen haben Digitalisierungsprojekte im Zuge der Corona-Pandemie im letzten Jahr auf Eis gelegt.

Alle Informationen rund um das Programm finden Sie unter https://www.mittelstand-innovativ-digital.nrw oder als Ansprechpartner bei der GFW: Stefan Deimann, 02571/920921.