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Manufaktur Venschott: Fachkräfte finden: Berufsnachwuchs

Manufaktur Venschott GmbH & Co. KG

Manufaktur Venschott GmbH & Co. KG Venschott GmbH & Co. KG

„Sich einen guten Ruf als Ausbildungsbetrieb erarbeiten.“

UNTERNEHMENSPROFIL

  •  Tischlerhandwerk
  • Gründung: 1901
  • Beschäftigte: 15
  • Geschäftsführung: Aloys und Jonas Venschott
  • Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf die individuelle Möbelfertigung für private und gewerbliche Kunden.

GUTE PRAXIS

„Wir haben uns hier in der Region einen guten Ruf als Ausbildungsbetrieb erarbeitet“, sieht Geschäftsführer Jonas Venschott den engagierten Einsatz seines Tischlerunternehmens Ma­nufaktur Venschott für seinen Nachwuchs als nachhaltig erfolgreich. So liegen für die jährlich zwei zu besetzenden Lehrstellen stets genügend Bewerbungen vor.

„Wir tun auch eine Menge dafür, dass das so bleibt“, betont er und berichtet von einer großen Anzahl an Praktikanten, die laufend das Stammteam erweitern. Das Praktikum diene dem Betrieb und dem Bewerbenden als Kennenlern-Instrument. „In der Praxis beobachten wir schnell, ob jemand ein ‚Händchen‘ für unseren Beruf hat und in unser Team passt“, betont Ven­schott. Am Ende der Mitarbeit lädt der Betrieb die ‚pfiffigen‘ Praktikanten zu einer Lehrstellen­bewerbung oder einer weiteren Berufserprobung ein. „Bei den weniger geeigneten Kandida­ten sind wir so etwas wie eine ‘Berufsberatung’“, veranschaulicht der Geschäftsführer.

„Wir machen bei vielen Aktivitäten zur Berufsorientierung hier im Raum mit“, erklärt Jonas Venschott das Ausbildungsengagement seines Unternehmens weiter. Selbst wenn der wirt­schaftliche Nutzen gering ist, ziehe der Betrieb sich nicht aus solchen Anfragen von Schulen und anderen Bildungs- und Wirtschaftsträgern heraus. Denn: „Wir bewerten unseren Einsatz für eintägige Schulpraktika zum Beispiel von Achtklässlern vorrangig als gesellschaftliche Aufgabe.“ Für die Gewinnung potenzieller Auszubildender erscheinen ihm die mehrwöchigen Praktika der Abgangsklassen oder Ferienpraktika geeigneter.

Von welcher Schule und über welchen Wege die Praktikanten in den Betrieb gelangen, ist für Jonas Venschott zweitrangig. „Wir geben jedem eine Chance, egal welchen Bildungsstand oder welche Herkunft jemand hat. Einsatzfreude und Motivation sind mir viel wichtiger.“ Zu den besonderen Zielgruppen zählen Menschen mit Behinderung, Geflüchtete, Studienerfahre­ne, ehemalige Beschäftigte der Bundeswehr, benachteiligte Jugendliche und Frauen.

Während der Praktika und der Ausbildungszeit überträgt Manufaktur Venschott den Lernenden möglichst konkrete und vielfältige Aufgaben. „Die jungen Menschen werden bei uns von An­fang an in den realen Arbeitsalltag eingebunden. Dazu gehören überschaubare Projekte, klei­nere Kundenaufträge, aber auch Routinetätigkeiten.“ Eine Sonderrolle für Praktikanten oder Lehrlinge gibt es nicht, denn „wir bilden unsere Lehrlinge vornehmlich für unseren eigenen Bedarf aus. Da macht ein ‚künstlicher Schonraum‘ keinen Sinn“, erklärt der Geschäftsführer.

Trotzdem – oder gerade deswegen? – gelingt es Jonas Venschott, seine Mitarbeitenden lang­fristig an sein Unternehmen zu binden. „Unsere Fluktuationsrate ist gering“, betont er, „denn wir sorgen auf vielfältige Weise dafür, dass die junge Generation die Vorteile einer Arbeit in einem Handwerksunternehmen wie unserem für sich erkennt.“ Und da kann er mit Fug und Recht auf die abwechslungsreiche Arbeit, die kurzen Entscheidungswege, die beruflichen Perspektiven, die Familienfreundlichkeit und das wegen des Fachkräftemangels ansteigende Einkommen im Handwerk verweisen.

KONTAKT

Manufaktur Venschott GmbH & Co. KG, Jonas Venschott, Gutenbergstraße 25, 48268 Greven, Telefon 02571 93260, j.venschott@venschott.de, www.venschott.de

 

Quelle: HWK Münster